Immobilienpreise im Bezirk Kitzbühel klettern weiter nach oben

TT - Harald Angerer

Kitzbühel – Die Grundstückspreise im Bezirk Kitzbühel sind ein heißes Thema. Unglaubliche Zahlen werden bei Immobilienverkäufen genannt. Doch wie sieht es wirklich aus? Das wollte die Sparkasse Kitzbühel heuer wieder wissen und so wurde nach 2017 wieder der Immobilien-Experte Peter Berger von Berger Consulting mit dem „Immoblick Kitzbühel & Umgebung“ beauftragt.

„Wir leben im Hotspot des Immobiliengeschäfts und es gehen teils abenteuerliche Preise die Runde. Wir wollen als Finanzdienstleister den Überblick nicht verlieren“, sagt Sparkasse-Kitzbühel-Vorstand Franz Stöckl am Montagabend bei der Präsentation des neuen „Immoblick“. Man wolle die Entwicklung auf seriöser Basis bewerten. Um an solche seriösen Zahlen zu kommen, hat Berger mit seinem Team nur wirklich getätigte Verkäufe, seien es Grundstücke, Wohnungen im Erstbezug oder im Wiederverkauf oder auch Einfamilienhäuser, gewertet. Die Zahlen stammen von den Gemeinden und beziehen sich auf die verbücherten Kaufpreise.

Im Vorjahr wurde der „Immoblick Kitzbühel & Umgebung“ das erste Mal herausgegeben, mit Zahlen von 2013 bis 2016, nun sind auch die Werte aus 2017 miteingeflossen. Es gebe weiterhin einen klaren Trend, sagt Berger: So klettern die Preise im Bezirk weiterhin nach oben. Den größten Anteil am steigenden Preis hat dabei klar die Stadt Kitzbühel. Hier wurde 2017 bei Grundstücken erstmals die 5000-Euro-Marke überschritten. Nicht weniger als 5519 Euro pro Quadratmeter wurden dabei hingelegt. „Es handelt sich um ein etwa 1000 Quadratmeter großes Grundstück in Zentrumsnähe“, schildert Berger.

Damit liegt Kitzbühel bei den Grundstückspreisen klar an der Spitze. Gefolgt von Aurach mit 2493 Euro pro Quadratmeter bei einem Grundstück. Es gebe aber nicht nur diese Ausreißer nach oben, sondern auch solche nach unten. So wechselte das günstigste Grundstück in Kitzbühel-Stadt um 44 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Das günstigste Grundstück war 2017 in Fieberbrunn zu finden, mit 38 Euro pro Quadratmeter.

Fieberbrunn verbuchte generell einen enormen Anstieg bei Grundverkäufen, so wurden im Jahr 2017 nicht weniger als 27 Transaktionen verzeichnet, damit liegt der Ort bezirksweit an der Spitze. In Kitzbühel-Stadt wechselten lediglich elf Grundstücke den Besitzer zu einem Mittelwert von 2118 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt wurden in Kitzbühel im Vorjahr 80 Immobilientransaktionen durchgeführt, im ganzen Bezirk waren es 593 Immobilien.

Bei den gesamten Verkäufen im Bezirk verbucht Berger einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Seit 2014 ist hier auch keine Steigerung mehr zu verzeichnen. Für den Immobilien-Experten Gerald Hubner ist das mit ein Grund für die hohen Preise. „Es gibt eine hohe Nachfrage, bei einem geringen Angebot und wenig Transaktionen“, erläutert Hubner. Dazu komme noch ein gewisser Promi-Faktor, der sich in Kitzbühel auswirke. Er ist deshalb überzeugt, dass die Preise auch weiterhin nach oben gehen werden.

Doch im Bezirk sind die Preise nicht so hoch, wie oft kolportiert, auch das zeigt der „Immoblick“ deutlich. Die Wunschvorstellungen der Verkäufer und die wirklichen Kaufpreise würden bezirksweit auseinanderklaffen, teilweise würde weit mehr als das Doppelte veranschlagt, als dann letztendlich bezahlt wird. So liegt der Durchschnittspreis aller Orte im Bezirk bei 481 Euro.

Auch dass es vor allem Ausländer sind, die im Bezirk kaufen, stimme nicht. Fast 64 Prozent der Käufer sind Österreicher, gut 30 Prozent Deutsche.

16.05.2018


DER 2. IMMOBLICK KITZBÜHEL & UMLAND

Ausgabe 2 | 2018

 

Am 14. Mai reihte sich nach der Premiere im November 2017 die 2. Ausgabe des IMMOblicks ein. Mit dem IMMOblick steht seit diesem Datum erstmals ein objektiver Immobilienmarktbericht für diese spannende Region zur Verfügung. Durch die ausschließliche Analyse von realisierten Kaufverträgen schafft der Marktbericht einen Überblick ohne Annahmen aus reinen Angeboten zu berücksichtigen, sondern nur mit ungeschminkten Fakten.

Der 2. IMMOblick  analysierte mit dieser Gründlichkeit die Immobilientransaktionen zwischen 1.1.2013 und 31.12.2017 in allen Orten und Regionen des Bezirks Kitzbühel + Ellmau.

Foto v.l.n.r.: SV Mag. Peter Berger (Berger Consulting), KR Dr. Gerald Hubner MRICS REV, Karin Kühlechner (Moderatorin), Dir. Franz Stöckl (SPK Kitzbühel), Mag. Eveline Grazer (ERSTE Immobilien KAG), Siegfried Rass (WK Tirol), GR Georg Wurzenrainer (Ausschussobmann für Bau und Raumordnung)


Grundstückspreise sollen nicht in den Himmel wachsen

TT - Harald Angerer

Westendorf – Die Preise für Grundstücke, Häuser und Wohnungen steigen im Bezirk Kitzbühel stetig an. Für Einheimische wird es immer schwieriger, sich die eigenen vier Wände zu schaffen. Lösungen für das Problem sind gefragt, aber bisher Mangelware. Mit einer Obergrenze bei Grundstückspreisen will nun Westendorfs Bürgermeisterin Annemarie Plieseis die Situation verbessern.

„Es gibt hier einfach zu viel Eigeninteresse, jeder will den Höchstpreis für sein Grundstück erzielen“, sagt Plieseis. Auch würden die Preisvorstellungen der Grundstücksbesitzer in den Himmel wachsen. „Da gibt es die Vorstellung von 1000 Euro und mehr für den Quadratmeter“, sagt die Bürgermeisterin. Diese seie­n aber in den seltensten Fällen realistisch, wie auch der jüngste Immoblick für Kitzbühel und Umgebung zeigt. So lag der Durchschnittspreis bei den verkauften Grundstücken in Westendorf im Jahr 2016 bei 295 Euro pro m2, im Jahr 2015 bei 266 Euro pro m2; der Höchstpreis im Jahr 2016 lag bei 534 Euro pro m2 und 2015 bei 606 Euro pro m2. Als­o deutlich entfernt von der Wunschvorstellung mancher Verkäufer.

Um dem Preistreiben einen Riegel vorzuschieben, kann sich Plieseis eine Preisobergrenze bei Baulandwidmungen vorstellen. Eine solche hat erst im Vorjahr die Gemeinde Absam eingeführt. Hier lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2016 bei 604 Euro. Die Obergrenze wurde nun bei 700 Euro eingezogen. Diese wird im Raumordnungsvertrag festgelegt.

Wenig abgewinnen kann der Idee Kirchbergs Bürgermeister Helmut Berger. „Hier muss wohl jede Gemeinde einen eigenen, für sich guten Weg finden. Wir fahren mit unseren aktuellen strengen Raumordnungsverträgen sehr gut“, sagt Berger. Und bei Einheimischengrund­stücken gäbe es ohnehin einen festgelegten Preis.

Ähnlich sieht es sein Kollege Stefan Jöchl in Reith. „Bei Neuwidmungen arbeiten wir ohnehin schon seit Jahren mit der Vertragsraumordnung. Also bei allen Grundstücken, bei denen die Gemeinde die Vergabe macht, gibt es ohnehin einen Fixpreis“, schildert Bürgermeister Jöchl. Die Wirkung der Preisobergrenze außerhalb dieser Vergaben sieht er als nicht gegeben, denn „in Altwidmungen einzugreifen, sehe ich als sehr schwierig an“, sagt Jöchl.

Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler betont, dass es in seiner Gemeinde in den vergangenen 25 Jahren keine Widmung für freiverkäufliche Grundstücke gegeben habe. Bei den anderen Grundstücken werde der Preis seit vielen Jahren über die Vertragsraumordnung geregelt. Er würde sich aber ein­e Preisempfehlung des Landes wünschen, die etwa den Preis auf das Fünffache des Freilandpreises bei Wohnbau ansetzt. Solche Beispiele gäbe es bereits in Bayern.

Auch Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler argumentiert mit der Vertragsraumordnung. „Ein Eingriff in Altwidmungen ist vielleicht ein schöner Wunsch, aber nicht machbar“, betont Winkler. Mit der Vertragsraumordnung gäbe es ohnehin einen festgelegten Höchstpreis.

14.03.2018


NEWS

Ausgabe 3 | 2018

19.01.2018


STREIFZUG

Ausgabe 42 | 2017


Immobilienpreise klettern

Kitzbüheler Anzeiger

Anfang der Woche präsentierte die renommierte Berger Consulting in Kooperation mit der Sparkasse Kitzbühel den ersten „Immoblick Kitzbühel & Umland“. Wenig überraschend jagt was die Preise angeht ein Superlativ den nächsten. 

Bezirk | Die Immobilienpreise in der Region Kitzbühel klettern weiter nach oben: Neubauwohnungen erzielten im Schnitt einen um 30,1 % höheren Kaufpreis, als noch im Jahr 2013. Bestandswohnungen kosteten im Vergleich 2015 zu 2016 um 20,7 % mehr.

Neubauwohnungen kosteten im Schnitt € 4.535 /m2, Bestandswohnungen € 4.406/m2. In Kitzbühel Stadt zeigte sich der Durchschnittwert für neue Wohnungen mit € 6.846/m² und bei gebrauchten Wohnungen mit € 5.978/m². Als teuerste Immobilie wurde im Jahr 2016 in der Gamsstadt ein schmuckes Haus um € 23,9 Mill. Kitzbühel  verkauft. 

Das teuerste Grundstück wechselte in der Bezirkshauptstadt mit einem Preis von € 2.939/m² den Besitzer.  Den Höchstpreis von € 15.266/m² erzielte eine Neubau-Wohnung in Reith. Die teuerste gebrauchte Wohnung wurde in Oberndorf um € 16.277/m² verkauft und toppte sogar den Höchstwert der Wohnungen im Erstverkauf. Bild: Berger Consulting

01.12.2017

IMMO BEWERTUNG

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